Auszeit und Volvo-Box-Test in Meck Pomm

Vergangene Woche ging’s zum alljährlichen Angeltrip nach Mecklenburg Vorpommern. Gemeinsam mit einem Freund mache ich das bereits seit fünf Jahren – immer über Fronleichnam. In diesem Jahr war der Trip auch eine Super Gelegenheit, die selbstgebaute Volvo-Box auf Tauglichkeit zu testen.

Für Unbeteiligte ist ein detaillierter Reisebericht sicher eher fad. Und Beteiligte waren ja eh dabei. Daher vielleicht nur die Eckdaten für jene, die es uns vielleicht nachtun wollen:

Angeln an der Mecklenburger Seenplatte

Kann jeder – auch ohne Angelschein. Dafür kauft man sich einfach einen Touristen-Angelschein für Mecklenburg Vorpommern in einem der zahlreichen Angelshops vor Ort. Der kostet 24 € und ist ein Jahr lang gültig. Dazu braucht es dann noch eine Angelkarte, die einem das Fischen in den jeweiligen Gewässern erlaubt. In unserem Fall sind das die Seen der Müritzfischer. Mehr bräuchte es eigentlich nicht, aber vom Ufer Angeln kann man Schilfbedingt in Meck Pomm eigentlich knicken. Also braucht es ein Boot.

Mit dem Kanu von See zu See

Bis vor zwei Jahren haben wir uns für unseren Trip immer für einen Tag ein Motorboot ausgeliehen, mit dem wir nur auf der Müritz unterwegs waren. Prinzipiell nett – aber auch teuer. Vor allem, wenn man mehr als einen Tag auf dem Wasser unterwegs sein will. Wir brauchten also eine Alternative mit der wir preisgünstig und flexibel unterwegs sein können.  Die Lösung: Einfach bei einem der vielen Kanuverleiher anrufen und fragen, ob man das Boot auch aufs Auto binden und für ein paar Tage durch die Gegend gondeln kann. Für 4,5 Tage haben wir rund 70€ bezahlt – für ein Motorboot zahlt man pro Tag rund 60€. #Milkgirlcalkulation

Für das Team von Paddel Paul in der Nähe von Mirow ist das kein Problem. Es gibt tatsächlich kostengünstigere Verleihe in der Gegend, die auch für unsere geplante Route günstiger liegen würden. Aber die haben leider alle keine Boote im Angebot, deren Sitze auch über Rückenlehnen verfügen. Wir werden alt – da sind wir uns einig.

Camping – aber mehr so wild

An der Seenplatte gibt es jede Menge Campingplätze – aber keinen, auf den wir Bock haben. Nachts noch ein Feuer anzünden, garantierter Platz direkt am Wasser, das hat man eben nur, wenn man sich einfach an einen abgelegenen Ort stellt. Die jahrelange Erfahrung hat gezeigt: Die Leute dort sind recht entspannt damit. Vorausgesetzt, man hockt nicht volltrunken inmitten seines Abfalls, den man bei seiner Abreise einfach liegen zu lassen gedenkt. Auch solche Wildcamper hat man erlebt – die waren fix im Fadenkreuz der Eingeborenen.

Unsere Erfahrung beschränkt sich allerdings auf das Übernachten im Auto. Vielleicht stören sich die Menschen auch einfach weniger an einem geparkten KFZ als an einem Zelt. Müsste man mal ausprobieren. Plätze zum Zelten oder im Auto schlafen gibt es jedenfalls massig – die verrate ich aber nicht. Sucherei gehört dazu!

Feuerprobe für die Volvo-Box

In den vier Nächten, die wir in der vergangenen Woche im Osten verbracht haben, diente uns die neue Volvo-Box als Schlafgelegenheit. Fazit: Bombe! Auch zu zweit pennt es sich im Volvo sehr entspannt. Bei einer Liegefläche von etwa 130 cm Breite kommt man sich nicht wirklich ins Gehege, die 50 cm Kopffreiheit sorgen nur beim Einstieg für Probleme. Da man die Nacht eh in der Horizontalen verbringt, stört das nicht weiter. Und da man durch die Box auf Fensterhöhe liegt, kann man zum einschlafen noch einen Blick auf den See oder die Sterne werfen. Da stinkt das Zelt natürlich ab.

Der Stauraum der Box reicht locker für alles, was bei so einem Trip dabei sein muss. Kocher, Besteck, Geschirr, Wasserkanister, Proviant, Campingtisch und -stühle, Kleidung – all das kommt unter der Liegefläche locker unter und ist dank der Klappen easy zu erreichen.

Foto-Galerie: Angeltrip an die Mecklenburger Seenplatte

Vom Boxentest abgesehen war auch der Rest des Trips ein voller Erfolg. Jeder hatte Fisch satt – wenn auch nur an der Angel und nicht im Bauch. Denn seit dem vergangenen Jahr haben wir uns vorgenommen, nur noch Barsche in die Pfanne zu hauen. Leider gingen uns in diesem Jahr nur grätenreiche Hechte an den Haken. Macht aber nix – Spaß hatten wir trotzdem.

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